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Feedback ist das wichtigste Thema, wenn es um Unternehmens-Kultur geht.

Feedback ist das wichtigste Thema, wenn es um Kultur geht. Denn es sagt eine Menge über den spezifischen Umgang miteinander aus, wie man Lob und Kritik äußert und damit umgeht. Dafür braucht es auch nicht immer ausgeklügelte Systeme. Entscheidend ist die Zielsetzung des Feedbacks.



Jeder kennt den Stolz, wenn man etwas geschafft hat, und das nicht nur mal eben so, sondern in einer Art und Weise, dass man richtig zufrieden ist. Wenn jetzt noch andere bestätigen, dass man einen guten Job gemacht hat, ist die Freude umso größer. Und da ist es fast egal, von wem das Lob kommt. Wichtig ist die Wertschätzung für das Geleistete. Das zeigt: Wir wollen Feedback, und wir brauchen es. Es ist wichtig zur Selbsterkenntnis und zur Weiterentwicklung, es soll befähigen. Nur so kann man selbst lernen und nur so kann eine Organisation lernen.


Es ist also etwas, was unersetzlich ist und Orientierung für die Zukunft liefert. Es lohnt sich demnach, darüber nachzudenken, wie Feedback gegeben wird.


Wenn man nur eine Sache an der Unternehmenskultur verbessern kann, dann sollte man sich um die Art und Weise des Feedback-Gebens kümmern“,

sagt der Management- und Organisationsberater Sebastian Purps-Pardigol.

Für Purps-Pardigol ist Feedback eines der wichtigsten Tools, um die Beziehungsqualität der Menschen in einem Unternehmen zu verbessern. Allerdings kennt er kaum ein Unternehmen, das bei dem Thema nicht noch besser werden könnte. Denn Mitarbeiter beklagen zwar oft, dass sie zu wenig Feedback bekommen, sie trauen sich aber auch nicht immer, es sich zu holen. Hier spielen Aspekte wie Macht, Angst und Vertrauen eine Rolle.


Wenn eine Kultur der Augenhöhe gelebt wird, dann hol ich mir das Feedback auch.


Es gehöre daher eine Menge Vertrauensarbeit der Führungsebenen dazu, informelles Feedback in alle Richtung zu etablieren. Feedback ist komplex. Und eine Aufgabe, die allzu schnell im fordernden Arbeitsalltag untergeht. Und: Es sollte in eine vernünftige und wertschätzende Feedback-Kultur eingebunden sein.


Wenn man Führungskräfte dazu zwingen muss, einmal im Jahr mit den Mitarbeitern zu reden, hat das nichts damit zu tun, wie Feedback sein sollte.

Im Grunde schlägt sich auch im Thema Feedback eine grundsätzliche Entwicklung nieder, die die Unternehmen gerade umtreibt. Wie werden sie agiler, schneller, vernetzter? Feedback spielt da eine entscheidende Rolle. „In einem agileren Kontext bin ich nicht primär einer Führungskraft verpflichtet, sondern direkten Kollegen sowie internen und externen Kunden“, sagt Armin Trost. „Um daher meinen Job gut zu machen, brauche ich insbesondere von ihnen Feedback.“ Noch ein Grund, warum Feedback-Systeme eher horizontal als vertikal funktionieren sollten. Die Zukunft des Feedbacks ist arbeitnehmergetrieben. Wenn man sie denn lässt.

Quelle: http://www.humanresourcesmanager.de/ressorts/artikel/den-alltag-etabliert-1456789712

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